Botox gegen den Schmerz

Botulinumtoxin wird schon seit den frühen Achtziger Jahren für die Therapie neurologisch/muskulärer Erkrankungen, zum Beispiel bei Spastik eingesetzt.

Wirkmechanismus

Als Wirkmechanismus von Botox wird der Informationsimpuls von der Nerven- zur Muskelzelle durch verminderte Ausschüttung des Botenstoffs Acetylcholin moduliert, das heißt die Muskulatur wird dosisabhängig geschwächt.

Wann wird behandelt

Botox wird in der Schmerztherapie häufig bei der chronischen Migräne eingesetzt, also bei Patienten die mindestens über drei Monate hinweg mehr als 15 Kopfschmerztage monatlich haben.
Außerdem wirkt Botox gut beim myofaszialem Schmerzsyndrom im Bereich der Schultern, Nacken oder des Rückens.
Erfolge
Bei dieser Schmerztherapie kommt es bei etwa 66 Prozent der Patienten zu einer Schmerzreduktion von 80 bis 90 Prozent. Bei diesen Patienten reduziert sich sowohl die Intensität des Schmerzes als auch die Anzahl der Schmerztage beträchtlich.
Die Versagerquote, also Menschen die gar nicht auf die Therapie ansprechen, beträgt zehn Prozent.

Wie wird behandelt

Man verwendet Injektionspunkte an Stirn und Schläfen und im Hinterhauptbereich, aber auch Triggerpunkte in der Kau- und Nackenmuskulatur.
Je nach Dosis und Indikation setzt nach einer Latenz von etwa 14 Tagen die Wirkung ein.
Botox ist daher kein Mittel für eine Akuttherapie.
Die Wirkung hält etwa drei bis vier Monate an.

Risiken

Der Wirkstoff stammt aus dem Bakterium Clostridium botulinum und ist ein hoch wirksames Toxin. Für die medizinische Anwendung wird daher der Stoff um das 4,5 milliardenfache verdünnt.
Bei einer Überdosierung wäre schlimmstenfalls dann der betroffene Muskel für etwa drei Monat teilgelähmt, aber auf keinen Fall auf Dauer.

Für jeden Patienten wird von mir ein individuelles Behandlungsschema entwickelt.
Privatpatienten bekommen dies Behandlung meist erstattet.
Gesetzlich versicherte bekommen diese Behandlung nur bei bestimmten Indikationen erstattet.